Kommunale Haushalte in Not. Anregungen aus der Stadtforschung für die Stadtpolitik.
Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin
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ISBN
978-3-88118-494-6
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Erscheinungsjahr
2011
Ausgabe
Erscheinungsort
Berlin
Seite(n)
77 S.
Sprache
Zeitschriftentitel
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Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin
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3/2011
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Zusammenfassung
Der nur begrenzt aufgabenkonforme Finanzrahmen der Städte und Gemeinden erschwert kommunales Handeln, besonders vor dem Hintergrund, dass die Aufgaben der Städte und Gemeinden nicht weniger, sondern eher mehr werden. Die derzeitigen Einnahmequellen reichen bei weitem nicht aus, die Ausgaben der Kommunen zu decken. Hinzu kommen spezifische Eigenschaften der Einnahmequellen, die ihren Umfang unsicher machen. Dazu zählt etwa die Konjunkturabhängigkeit der Gewerbesteuer. Insbesondere auch die schwere Finanzkrise der letzten Jahre hat den Kommunen deshalb stark zugesetzt. Zudem ist es seit jeher dem gesamtstaatlichen Finanzsystem immanent, dass es zu Aufkommens- und Lastenverschiebungen zwischen dem Bund auf der einen und Ländern und Kommunen auf der anderen Seite kommt. Im Gegensatz zum Bund und zu den Ländern sind die Gemeinden sozusagen als schwächstes Glied in der Kette nicht mit eigener Staatlichkeit ausgestattet, sondern staatsorganisatorisch Teil der Länder. Diese Konstruktion soll hier nicht in Frage gestellt werden, führt aber in Anbetracht der zentralen Stellung der Gemeinden bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben zu einer finanziellen Schieflage. Städte und Gemeinden stellen sich diesen Herausforderungen nicht nur mit den bewährten Instrumenten der Aufgaben- und Standardprüfung, der Effizienzsteigerung, des Personalabbaus wenn auch in vielen Städten und Gemeinden die Potenziale hierzu weitgehend ausgeschöpft sein dürften, sondern auch durch die intensive Prüfung, Erprobung und Erweiterung von innovativen Handlungsansätzen wie interkommunalen Kooperationen und Netzwerken, öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP), Lebenszyklusmanagement von Anlagen und Gebäuden, strategischem Investitionsmanagement für Anlagen und Rekommunalisierung von privatisierter öffentlicher Leistungserbringung. In diesem kleinen Essay-Band sind einige Bausteine zusammengetragen, die in Einzelfällen kurzfristig, vor allem aber mittel- und langfristig wieder Handlungsspielräume für die Städte und Gemeinden erweitern können.